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Zur Ernährung des Hundes

Der Futtervergleich

Es gibt in der heutigen Zeit ein nahezu unüberschaubares Angebot an Futterarten und Hundefutter Tests. Die Auswahl geht dabei von Trockenfutter über Nassfutter bis hin zu halbfeuchtem Futter und vielem mehr. Neben den gewöhnlichen Fertigfuttersorten besteht auch die Möglichkeit, das Futter für seinen Vierbeiner frisch zu Kochen bzw. zu Barfen. Dies ist allerdings ein sehr komplexes Thema und bedarf einem ausführlichen Wissen in diesem Gebiet.

Welches nun die beste Möglichkeit für einen selber und seinen Hund ist, muss natürlich jeder selber für sich entscheiden. Positiv wirkt es sich in jedem Fall aus, wenn sich für ein hochwertiges Trockenfutter entschieden wird, bei dem man sich sicher ist, dass sein Liebling mit allem Wichtigem versorgt ist. Für die Qual der Wahl bieten wir Ihnen unsere Trockenfutter Tests als Unterstützung an. Ein hochwertiges Futter ist ausgewogen und muss nicht zusätzlich mit Vitaminen und Mineralien angereichert werden. Dadurch wird ein Futter unausgewogen und im schlimmsten Fall können auf langer Sicht, Schäden beim Wachstum entstehen. Ebenso versorgt auch ein qualitativ hochwertiges Nassfutter den Hund mit allem Wichtigen, was er braucht. Auch ist das Nassfutter von der Beschaffenheit und dem Geruch her oft angenehmer für den Hund zu fressen. Umgerechnet ist eine Ernährung nur mit Nassfutter allerdings teurer, da verhältnismäßig einfach mehr davon gefüttert werden muss.

Trockenfutter - Vorteile eines Trockenfutters
Die Fütterung mit Trockenfutter bietet dem Vierbeiner aber auch dem Herrchen viele Vorteile. So ist es zum Beispiel schon direkt verzehrfertig und kann problemlos portioniert werden. Die Geschmacksrichtungen sind inzwischen sehr groß und so findet sich für nahezu jeden Hund das passende Futter.
Auch für Allergiker oder magenempfindliche Hunde gibt es inzwischen viele angepasste Hundefuttersorten, genauso wie für Junior und Seniorhunde oder übergewichtige Hunde. Auch für Hunde mit einem hohen Energiebedarf gibt es speziell entwickelte Hundefuttersorten. Diese Sorten sind zum Beispiel für Hunde entwickelt die viel Sport wie zum Beispiel Agility betreiben.

Aber auch für die Zähne bietet das Trockenfutter seine Vorteile. Durch die harten Kroketten wird der Hund zum Kauen angeregt und reinigt so mechanisch seine Zähne. Diese werden so vor Karies und Zahnstein geschützt. Auch wird durch die harte Krokette ein Schlingen und Würgen der Nahrung verhindert, vorausgesetzt die Kroketten haben die richtige Größe. Aber auch hier ist die Auswahl riesig und für die verschiedensten Hunde angepasst. Für ältere Hunde, sprich Senioren kann man die Kroketten mit Wasser einweichen und so das Kauen erleichtern. Die Tagesrationen sind umgerechnet recht günstig und liegen in der Regel immer preislich unter dem, des selber Kochens. Außerdem ist ein Trockenfutter sättigend und verhindert bei richtiger Fütterung und Menge ein Übergewicht oder Untergewicht.

Was im Trockenfutter enthalten sein sollte
Gut ist es, wenn der Hauptbestandteil eines Hundefutters aus Fleisch besteht. Nachdem Sie sich über einen der Testberichte ein Futter ausgesucht haben, verrät Ihnen ein Blick auf die Inhaltsangaben, was alles im Trockenfutter enthalten ist. Angegeben werden die Inhaltsstoffe in der Reihenfolge nach Menge. Sprich der größte Anteil steht an erster Stelle.Ein hochwertiges Hundefutter führt genaue Angaben auf der Verpackung. Dort kann man dann genau erkennen, wie viel Fleisch zum Beispiel enthalten ist und um welche pflanzlichen Nebenprodukte es sich genau handelt. Schwierig wird es, wenn nur Angaben vorhanden sind, wie Fette und Öle. In diesem Fall kann nicht nachvollzogen werden, um welche Fette und Öle es sich handelt. Ebenso ist die Angabe „Getreide“ sehr ungenau, da die genaue Getreideart nicht ermittelt werden kann. In der Regel steht diese jedoch dabei. Auch in unseren Trockenfutter Testberichten führen wir die Getreidesorten auf, sofern diese vom Hersteller angegeben wurden.

 

Was kann zusätzlich gegeben werden?
Da viele Herrschen ihren Vierbeinern ein wenig Abwechslung können wollen, kann man das Futter mit ein paar Zusätzen ergänzen:
– Hochwertige Öle (Sonnenblumenöl, Olivenöl, Distelöl)
– püriertes Obst und Gemüse
– Milchprodukte ( Magerquark, Naturjoghurt, Hüttenkäse)
– Naturprodukte (Ochsenziemer, Pansen, Dörrfleisch usw.)
Ein wenig Vorsicht ist bei Milch geboten, da sie von vielen Hunden nicht vertragen wird. Bei Verträglichkeit stellt diese aber keine Probleme dar.

Trockenfutter für Welpen
Bei einem Welpenfutter kommt es auf ein ausgeglichenes Calcium-Phosphor-Verhältnis an. Dies ist vor allem für das Wachstum wichtig, insbesondere bei den großen Hunderassen. Hierbei sollte das Verhältnis 1,5 Calcium : 1 Phosphor betragen. Übergewicht ist bei kleinen Welpen gefährlich, da es an den noch weichen Sehnen, Bändern und Knochen erhebliche und vor allem bleibende Schäden anrichten kann. Aber auch ein Untergewicht bei Welpen ist ungesund. Hungrige Welpen sind sehr unkonzentriert und lernen schlecht. Ein ausgewogenes Hundefutter sollte niemals mit Vitaminen und Mineralien angereichert werden, da es gefährlich sein kann.

 

Kaltgepresstes Hundefutter - Was ist das eigentlich?
Herkömmliches Trockenfutter ist jedem Hundebesitzer ein Begriff und wurde von uns schon ausreichend getestet. Doch worin liegt nun eigentlich der Unterschied zum kaltgepressten Hundefutter und was macht es so besonders?
Im Prinzip ist herkömmliches Trockenfutter schon sehr gut geeignet den Vierbeiner mit ausreichend Energie zu versorgen. Häufig reicht schon die die minimal empfohlene Fütterungsmenge aus, um eine ausreichende Versorgung zu erzielen. Allerdings hat herkömmliches Trockenfutter einen entscheidenden Nachteil. Bei der Herstellung wird das Futter enorm hohen Temperaturen ausgesetzt. Aufgrund dessen gehen viele Vitamine, Minerale und Nährstoffe verloren. Dies ist auch der Grund dafür das Trockenfutter lange Zeit bei vielen Hundebesitzern nicht sehr beliebt war.
Beim kaltgepressten Hundefutter sieht dies schon wieder ganz anders aus, denn selbst Hundehalter, die überzeugte Barfer sind greifen zu dieser Form von Hundefutter als Zusatzfutter.
Doch egal ob nun Barfer oder eben Nicht-Barfer jeder Hundebesitzer möchte einfach die richtige Nahrung verfüttern. Schließlich soll es dem Vierbeiner an nichts fehlen und eine art- und bedarfsgerechte Fütterung bildet hierfür einfach die Basis. Daher ist es wichtig den Hund nicht nur einseitig zu ernähren, sondern darauf zu achten das er mit ausreichend Vitaminen, Mineral- und Nährstoffen versorgt wird. Denn eine Mangelversorgung kann durchaus schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Ähnlich wie der Mensch, der einen Mangel an Nährstoffen aufweist, wird auch der Hund irgendwann an diesem Mangel erkranken. Aus diesem Gründen haben wir uns für Test von kaltgepressten Hundefutter entschieden.

Warum nicht nur ausschließlich fleischhaltige Nahrung verfüttern?
Schließlich wissen wir alle, dass Hunde eindeutig zu den Fleischfressern gehören. Doch dies bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass ausschließend fleischhaltige Nahrung den Hund mit all jenen Stoffen versorgt, die er benötigt. Fettsäuren zum Beispiel werden gebraucht um eine optimale Verdauung fleischhaltiger Nahrung zu gewährleisten. Auch für ein schönes Fell sind Fettsäuren von großer Wichtigkeit. Gewonnen werden die Fettsäuren beispielsweise aus der Haut von Geflügel.Wie oben schon angemerkt benötigt auch unser Vierbeiner eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen, Nährstoffen und Mineralstoffen. Diese sind unter anderem für die Stärkung des Immunsystems von ungeheurer Wichtigkeit. Viele dieser Stoffe gehen aber bei der Herstellung von herkömmlichem Trockenfutter verloren. Bei kaltgepresstem Hundefutter ist dies allerdings nicht der Fall. Hier bleibt, durch das schonende Herstellungsverfahren, ein großer Teil der Vitamine und Mineralstoffe erhalten, die dann in konzentrierter Form an den Hund verfüttert werden. Die Testberichte werden Ihnen in helfen das passende kaltgepresste Hundefutter zu finden.

Was zeichnet kaltgepresstes Hundefutter aus?
Die maximale Temperatur beträgt bei der Herstellung von kaltgepresstem Hundefutter maximal 50 Grad. Dank dieser niedrigen Temperatur bleiben so fast alle wertvollen Inhaltstoffe der verwendeten Rohstoffe, wie beispielsweise Gemüse, erhalten. Die Wärme wird durch Wasserdampf erzeugt, so gelangen auch keine künstlichen Konservierungsstoffe in das Hundefutter. Kaltgepresstes Hundefutter wird also sehr schonend und eben nicht wie herkömmliches Hundefutter in sehr kurzer Zeit hergestellt, was in der Regel zu Lasten der Futterqualität geht.
Auch wenn sich dies nun so anhört das kaltgepresstes Hundefutter die perfekte Ernährung für Hunde ist, so sollte dennoch darauf geachtet werden das eben nicht nur kaltgepresstes Hundefutter verfüttert wird. Denn wie bei jeder Ernährungsform ist auch hier eine ausgewogene Mischung die ideale Lösung. 
Als Hundebesitzer sollte man zudem nie vergessen das die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Hundes nie alleine von der Ernährung, sondern aus einer Kombination aus harmonischem Miteinander, Ernährung und Bewegung abhängig ist.


Nassfutter – Wo liegen seine Vorteile?
Nass- und Trockenfutter unterscheiden sich vor allem im höheren Wassergehalt. Nassfutter besteht aus mindestens 60% Flüssigkeit. Der höhere Wasseranteil macht die Nahrung für den Hund leichter zu schlucken und verstärkt auch den Geschmack. Hunde, die nur wenig trinken, bekommen mit diesem Futter eine ausreichende Menge an Flüssigkeit.
Hunde, die zu Übergewicht oder Allergien neigen, sind bei Nassfutter oft besser aufgehoben.
Da die Nährstoffkonzentration geringer ist als beim Trockenfutter, können sie mehr davon zu sich nehmen, bevor sie satt sind. Und Nassfutter kann mit wesentlich weniger Zusatzstoffen auskommen. Das macht es verträglicher für empfindliche Hundemägen. Einige spezielle Diätfutter finden Sie auch bei unseren Tests. Eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen sorgt schließlich dafür, dass dem Hund auch das Fressen Freude bereitet. Denn auch Tiere essen nur das, was ihnen auch schmeckt.

Nass kontra Trocken – Gibt es das beste Futter?
Die Frage, ob Nass- oder Trockenfutter die bessere für den Hund ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. In Trockenfutter sind die Nährstoffe konzentrierter, weshalb der Hund schon mit kleineren Mengen satt werden kann. Außerdem ist es länger haltbar. Doch viele Hunde möchten nicht allein von der Trockennahrung leben. Vor die Wahl gestellt, ziehen sie das Frischfutter vor. Wer Alleinfutter kauft – egal ob trocken oder nass – der kann damit seinen Hund ernähren und muss sich um Alternativen keine Gedanken machen. Oft setzt sich eine gute Ernährung aber aus einer Mischung beider Futtersorten zusammen. Die Hundefutter Testberichte können Ihnen besonders bei der Wahl des richtigen Futters helfen.

Wie setzt sich das Nassfutter zusammen?
Je nach Sorte und Hersteller kommen ganz verschiedene Inhaltsstoffe zu einander, um ein gutes Hundefutter zu bilden. Bei Nassfutter werden vor allem Frischfleisch und Innereien verwendet, während bei Trockenfutter der besseren Verarbeitung halber Gefrierfleisch oder auch Schlachtabfälle verwendet werden. Auch Fisch kommt bei einigen Hundearten sehr gut an. Es liefert sehr hochwertiges Protein, was enorm wichtig für kräftige Muskeln ist, wie sie Hunde besitzen müssen, die für Wettbewerbe und Sportarten trainiert werden. Neben dem Fleisch sind oft auch Getreide und in einigen Fällen Gemüse enthalten. Man mag nun sagen, dass es gegen die Natur des Hundes als Fleischfresser ist, so etwas zu sich zu nehmen, aber Getreide ist ein Energielieferant. Hunde, die viel herumtollen und lange laufen, brauchen die zusätzliche Energie. Und das Gemüse liefert wichtige Vitamine für Gesundheit und einen starken Körperbau. Die Vorfahren der Hunde fraßen in der Wildnis das Fleisch so frisch, dass sie diese Vitamine auch dabei bekamen. Haushunde dagegen gehen nicht mehr auf Jagd und brauchen daher den zusätzlichen Vitaminschub. Sollten Sie sich jedoch für Hundefutter ohne Getreide entscheiden, könnten unsere Testberichte für diesen Bereich interessant für Sie sein.

Bio bei Nassfutter - Lohnt sich das?
Auch bei Tiernahrung setzt immer mehr ein Umdenken ein. Konservierungs- und geschmacksverstärkende Stoffe werden immer weniger genommen. Und die Halter achten vermehrt darauf, dass das Fleisch aus nachträglicher Haltung stammt. Hat dies tatsächlich Vorteile für den Hund oder ist das einfach nur der gründe Trend? Eine schonende Zubereitung und der Verzicht oder zumindest die Einschränkung von Zusatzstoffen kann in der Tat vorteilhaft für den Hund sein. Empfindliche Tiere reagieren auf sie genauso wie Menschen und können Allergien oder Magen-Darm-Beschwerden entwickeln. Es ist daher schon lohnend beim Kauf darauf zu achten, dass das Nassfutter möglichst frei von solchen Zusatzstoffen ist. Auch die Qualität des Fleisches hat großen Einfluss auf die Gesundheit des Hundes. Tiere, die frei gelebt haben und nicht mit Präparaten hochgezüchtet wurden, liefern hochwertigeres Fleisch mit stärkeren Proteinen. Das ist wichtig für einen kräftigeren Körperbau.
Doch all diese Dinge muss man nicht unbedingt in Bio-Hundefutter finden. Es gibt Hersteller, die sich auf solch hochwertige Nahrung spezialisiert haben und die trotzdem kein Bio-Siegel tragen. Anstatt sich also auf ein Siegel zu verlassen, ist es angebrachter die Inhaltsstoffe genauer zu betrachten und die Vorlieben des eigenen Hundes zu kennen.

Ergänzungsfutter - Wann sollte man das Tier etwas zusätzliche geben?
Neben dem traditionellen Nassfutter gibt es noch das Ergänzungsfutter. Hier sind bestimmte Nährstoffe in besonders hohen Konzentrationen vorhanden. Das kann bei Tierenab einem bestimmten Alter wichtig sein, da sie die Nahrung nicht mehr so gut verwehrten können. Auch Hunde mit empfindlichem Magen oder Tiere, die nach einer Krankheit oder Operation geschwächt sind, brauchen eine Schonkost, genau wie die Menschen auch. Solches Ergänzungsfutter kann oft anstelle normalem Hundefutterangeboten werden. Es gibt aber auch einige Sorten, die als Zusatz zum normalen Futter gereicht werden. Der Vorteil bei letzterem ist, dass der Besitzer die Menge selbst dosieren kann, je nachdem wie gut der Hund das Futter verträgt.

 

BARF Hundefutter
Bei vielen Hundebesitzern ist das Thema bereits in aller Munde und inzwischen auch auf dem Speiseplan mancher ihrer vierbeinigen Lieblinge angekommen: BARF. Aber wofür steht diese Abkürzung und was ist mit ihr inhaltlich verbunden?
BARF bedeutet biologisch artgerechtes rohes Futter. Und damit ist nicht nur Fleisch gemeint. Denn im Gegensatz zu einer Katze, deren Ernährung zu 98% aus Fleisch bestehen sollte, ist der Hund kein reiner Karnivore, sondern ein Gemischtköstler. In seinem Futter machen die tierischen Anteile „nur“ circa 80% der Nahrung aus – Barfen ist also keine reine Fleischfütterung!

Lohnt es sich für Sie, überhaupt mit dem Barfen zu beginnen?
Natürlich besteht immer die Gefahr, dass der Hund bei einer nicht optimalen Futterzusammensetzung nicht mit den richtigen Nährstoffen versorgt wird. Langfristige Studien haben allerdings bewiesen, dass diese Angst nicht notwendig ist, wenn sich der Hundebesitzer an die grundsätzlichen Spielregeln hält oder ausreichend getestetes BARF Futter verfüttert.
Viel eher ist es so, dass vor allem sensible Hunde allergisch auf zusätze in Fertigfutter reagieren – ein Problem, das man mit BARF wunderbar umgehen kann. 
In diese Systematik spielt hilfreich hinein, dass Hunde Fleisch und die darin enthaltenen Proteine besser als Getreide und damit verbundene Kohlenhydrate verdauen können. Auch rohe Knochen machen bei der Zahnreinigung eine mindestens ebenso gute Figur wie das ausgeklügelste Trockenfutter und sind eine natürliche Alternative zu diesem.
Und, last but not least: Die Preisfrage. Selbstverständlich dürfen Sie an fertigem Trocken- oder Nassfutter Sparsamkeit oder ein lockeres Portemonnaie beweisen – die Preisschere geht sehr weit auseinander, die Qualität tut es auch. Leider ist das teuerste Hundefutter nicht immer das individuell Beste. Insofern sind Fingerspitzengefühl und ein guter Überblick in den Hundefutter Testberichten gefragt.
Ähnliches gilt natürlich auch für das Barfen. Hier lohnt sich ebenfalls die Einsicht in einen BARF Test, aber es gibt immer die Möglichkeit, qualitativ hochwertiges Fleisch, Obst und Gemüse zu einem fairen Preis zu bekommen. Unter dem Strich betrachtet, ist BARF definitiv nicht per se teurer als anderes Hundefutter, zumal zu Fertignahrung verarbeitetes Biofleisch oft fürstlich bezahlt werden muss.

Die Nährstoffversorgungsfrage lässt Sie nicht so ganz los?
Das macht nichts, denn es geht den meisten Hundebesitzer, die mit dem Barfen beginnen wollen, ähnlich. Ein kleiner Trost vorab: Die meisten Hersteller von Nass- und Trockenfutter werben damit, dass ihre Futtermischungen alle für den Hund relevanten Vitamine und Nährstoffe enthalten. Das ist – sofern es denn stimmt – sehr löblich, aber eigentlich auch eine selbstverständliche Notwendigkeit, denn wenn das Futter korrekt hergestellt wird, dürften beide nicht verkochen. Und auch Zusätze wären überflüssig.
Womit einer der großen Vorteile bei der Fütterung mit BARF erkennbar werden dürfte: Sie wissen genau, was Ihr Hund bekommt und müssen nicht erst Inhaltsstoffe-Detektiv spielen und sich in der Hundefutter Deklaration auskennen. Fachgerechtes Barfen ist de facto gesundheitlich unbedenklich.
Wichtig ist jedoch, dass Sie sich mit der individuell richtigen Ernährung Ihres eigenen Hundes genau befassen, seinen Nährstoffbedarf korrekt berechnen, ihn regelmäßig kontrollieren und die Ernährung immer dem neuesten Stand anpassen. Die Grundsatzberechnungen – so kalkulieren Sie in etwa, wie viel Sie Ihrem Liebling eigentlich zu fressen geben sollten
Wie bei allen anderen Fütterungsarten auch ist eine „Einfach-mal-drauf-los-es-wird-schon-passen“-Einstellung beim Barfen sehr wahrscheinlich bis definitiv kontraproduktiv. Um Ihren Hund gesund zu halten, müssen Sie Ihren Kopf schon etwas anstrengen.
Es gibt jedoch einige Faustregeln, an die Sie sich anfangs halten können – und niemand verbietet Ihnen, sich weitere fachkundige Hilfe zu suchen. Kompetente Tierärzte und BARF-Produzenten beziehungsweise – Futtermittelhandlungen stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, wenn Sie Tipps benötigen.

Wie hoch ist die Tagesration bei BARF?
Grundsätzlich braucht ein Hund in etwa 2% seines Körpergewichts als Futter-Tagesration, Abweichungen nach oben wie nach unten sind möglich. 
Um festzustellen, wie gut Sie bei der Kalkulation liegen, sollten Sie mit etwa dieser Futtermenge beginnen und darauf achten, wie sich der Hund nach einigen Tagen / Wochen entwickelt hat: Behält er sein Gewicht bei, passt die Menge, nimmt er zu, reduzieren Sie sie etwas, nimmt er ab, erhöhen Sie sie.

Wie bereits angedeutet, sollte die Fleischmenge im Futter bei ungefähr 80% der Gesamtmenge liegen, pflanzliche Bestandteile wie Gemüse und Obst machen die anderen 20% aus. Aber Achtung: Eine reine Fütterung mit Muskelfleisch bekommt Hunden nicht! Sie benötigen auch Innereien, Blut, Knorpel und Knochen – denn das alles würden sie von einem kompletten Beutetier fressen.


Welche Fleischsorten?
Verschiedene Fleischsorten unterscheiden sich zudem in ihrer Zusammensetzung – deshalb macht Abwechslung nicht nur das Hundeleben süß, sondern sorgt für einen gesunden Nährstoffcocktail.

Die einzelnen fleischlichen BART-Bestandteile
Bei BARF handelt es sich nicht um ein alleiniges Futtermittel, sondern um einen Komplex verschiedener Elemente.

Auf welche Ressourcen Sie zurückgreifen können und sollten:
Muskelfleisch beinhaltet neben Wasser und Fett auch wichtige Mineralien und Proteine. Zusätzlich versorgen Fisch und Geflügel Ihren Hund mit essentiellen Fettsäuren.

Folgende Sorten gehören dazu:
Rindfleisch ist die perfekte Lösung für den Einstieg, weil es viele Proteine, aber kein Übermaß an Fett enthält. Pferdefleisch hingegen ist etwas energie- und proteinärmer, sorgt aber für eine gesunde Abwechslung im Fressnapf.

Bei Pute und Kaninchen handelt es sich um magere und leicht bekömmliche Sorten; Pute kann übrigens wie alle anderen Geflügelarten auch roh gegeben werden, da Hunde keine Salmonellen-Infektion bekommen können.

Etwas anders sieht es beim fetthaltigeren Schwein aus. Da rohes Schweinefleisch für die Aujeszky-Krankheit inklusive Gehirn- und Rückenmarksentzündungen bis zum Tod verantwortlich ist, sollte es vor dem Füttern sorgfältig gebraten werden.

Reagiert Ihr Hund bei den herkömmlichen Fleischsorten mit Allergien, versuchen sie es mit Känguruh und Guanako, die beide meist problemlos vertragen werden. 

Daneben sind Rinder-, Lamm- oder Hühnerherzen beziehungsweise Hühnermägen eine fettarme Proteinquelle.

Innereien enthalten viel Eisen, Kupfer, Biotin, Vitamin A und B.

Insbesondere die Rinderleber ist für ihren hohen Vitamin A-Gehalt bekannt. Weil eine Überversorgung mit diesem Vitamin auf die Dauer aber unter anderem zu Haarausfall, Erbrechen, brüchigen Knochen und einem gesteigerten Krebsrisiko führt, sollten Sie sie nicht zu häufig geben.

Alternativen sind Rinderblut, das Ihrem Hund nicht nur gut schmeckt, sondern auch viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente beinhaltet, sowie die eiweißhaltigen Rinderniere und fett- und calziumhaltigen Rindereuter.

Eine ebenfalls wichtige, nur nicht permanent sichtbare Rolle, spielt Fisch: Er ist eine wesentliche Quelle für essentielle Fettsäuren, Jod und diverse Vitamine. Allerdings enthält er auch viel Fett und Vitamin-B1-spaltende Enzyme. Damit es nicht zu einer Vitamin-B1-Unterversorgung kommt, sollten Sie Ihren Hund nur einmal pro Woche mit diesem Meerestier füttern.

Zu den gern gefressenen und gut verträglichen Sorten gehören Lachs, Hering, Makrele und Stinte.

Pansen: Dieses Futter wirkt auf sie optisch und olfaktorisch zunächst gewöhnungsbedürftig? Ihr Hund wird es trotzdem lieben, denn das in ihm enthaltene vorverdaute pflanzliche Futter bekommt seiner Verdauung hervorragend.

Am besten reichen Sie grünen Rinderpansen oder, bei Allergien, Lammpansen.

Knochen sind optimal für die Zahnpflege geeignet und enthalten darüber hinaus noch Eisen, Fett, Enzyme und Calcium.

Brustknochen von Rind, Kalb, Lamm, Kaninchenknochen und Rehbeine mit Fell sollten allerdings immer roh gegeben werden, damit sie nicht splittern!

 

EIWEISS / EIGELB - NATURHEILMITTEL UND ALTBEWÄHRTE HAUSMITTEL FÜR HUNDE

Eierschale enthält überwiegend Calciumcarbonat. Sie unterstützt die Stabilität von Knochen und Zähnen und gleicht den Phosphorüberschuß durch Fleischfütterung aus, der ansonsten zu Nierenproblemen führen kann. Weil Eierschale den pH-Wert erhöht, sollte man lediglich bei Neigung zu Struvitsteinen aufpassen. Eigelb können Sie auch 2-3 Mal pro Woche roh verfüttern – so bleiben hitzeempfindliche Vitamine erhalten. Besonders das enthaltene Vitamin H (Biotin) hilft der Talgproduktion und sorgt für glänzendes Fell. Eiklar hingegen sollte lieber nicht roh verabreicht werden, weil es das Biotin bindet. Rohes Eiklar wird als Hausmittel gegen trockene Haut, z.B. Liegeschwielen, oder bei kleinen Entzündungen/Verbrennungen eingesetzt. Dazu reiben Sie die betroffenen Stellen täglich mit Eiklar ein und lassen es trocknen; dann mit warmem Wasser abnehmen. Nach wenigen Tagen sollte sich eine Besserung einstellen. 


Möhren und Wurmbefall:

Insider behaupten, dass jeden Tag eine Möhre den Würmern im Hundedarm den Garaus machen. Unseren Hunden tut die tägliche Möhre jedenfalls gut.


Sehr wichtig ist auch die Versorgung der Tiere mit Omega 3-Fettsäuren, was in vielen, auch hochwertigen Futtern enthalten ist, aber leider nicht in ausreichender Menge. 

Hier ist reines Lachs-Öl nur zu empfehlen.